Goliath – długi miecz Liechtenauera (I – 73v)

© 2001 Grzegorz Żabiński

Legenda

  • tekst czerwony – dokładna pisownia niepewna
  • tekst zwyczajny – pismo neo-gotyckie, szesnastowieczne
  • kursywa – inne pismo pochyłe; glosa
  • tekst zielony pogrubiony i pochylony – pismo neo-gotyckie, szesnastowieczne, ale różne od pozostałych dwóch
  • [tekst niebieski w nawiasie kwadratowym] – komentarz Grzegorza
  • tekst niebieski pogrubiony – numery stron

Trakat

I

[Lewy górny róg, białe okrągłe pole, pismo współczesne (dziewiętnastowieczne?)]

10185
Schweiz
1510-1520
RY/EY

[Adnotacje pismem neo-gotyckim (XIX wiek, wg Hilsa odnoszą się do XIX-wiecznego właściciela manuskryptu)]

Bürckhardt-Schonauer
Maler
Gellertstraße No.2
Basel

40 Handzeichnungen auf das lange Schwert
17 Ditto im Messer
29 Ditto im Fußringen
52 Ditto im Harnisch zu Pferd
und zu Fuß

II

[Adnotacje pismem neo-gotyckim (XIX wiek), górna część strony]

au.ms.1938.30 ms.germ.quart.2020

[Środek strony: prostokątna pieczęć]

STAATS-
BIBLIOTHEK
BERLIN

III

[Ilustracja Dawida rzucającego kamień z procy, w tle namioty obozowe, tekst ponad Dawidem napisany szesnastowiecznym neo-gotykiem]

Das allerschonest schauspil ißt, Wenn man siecht, Daß die sint nit / durch ein frempts sunder ir aigens werck vertilgt, mit Irem aigen / Schwert erstechen, und gleich ….Voligt geschach, Ir haubt / nicht, wenn aigen messe abgeschlagen wort

IV

[Ilustracja Goliata w zbroi Landsknechta (wczesny XVI wiek), ponad nim z chmury wynurza się postać Jezusa, w ramce ponad Goliatem tekst XVI-wieczny, pismo neo-gotyckie]

Goliath ist ein Figur der sund gewesen Ain / schrecklicher grausamer Riß, Vor dem sich alle menschen / entseßt haben, Ausgenumen der klein David, das ist Chrißtus [słowo uszkodzone, ledwo czytelne] / der in alain erlegt hat, Und im sein haubt mit seinem aigen Schwert / das des alter vost Schwert gewest ist, wie man list im ersten Buch der / Kunig am ZI capitl, abgehauen hat

[Za Goliatem, na pniu drzewa, tekst spisany XVI-wiecznym neo-gotykiem, ledwo czytelny]

Derhalber [derselber?] / hat Beret / den tod / zu ainer / vesechung / und abschnei / dung / der sinden / vererdne

V

pusta

1r

Ein gemeyne ler des lanngen Schwertz

Wildu kunst schauen, Sich linck gen und recht / mit hawen, Und linck mit rechtenn, Ist das / du starck gerest vechten; Wer nach get hau- / en, der darff sich kunst wenig frauen, Hau / nahent was du wilt, kain wechsler kumpt an / deinen schilt, Zu kopff, zu leib, die zeczt nicht ver- / meid, Mit gantzem leib, ficht, was du starck / gerest treyben: Hör was da schlecht ist, Ficht / nicht oben linck, So du recht pist, Und ob du / linck pist, Im rechten auch sere hinckest; Vor / und nach, die zwei ding, Seind aller ding ein / ursprunck. Schwech und sterck, Inn des das / wort donnt mit merck, So magstu lernen / Mit kunst arbaiten und veren; Erschrickstu

1v

Gern kain fechtenn nimmer gelernn F- /unff hewe lere von der rechten hant Wer /die weret dem wir geloben Zu kunsten gern / zu lonen

Text von denn Stucken der Zetl’

Zornnhaw, Krump, Zwir, Schiler, Schaiter / Alber, Versetzt, Nachreisen, Uberlauff’ hau / letzt Durchwechsel Zuck’ Durchlauff’ Absch- / neid, Hende druck Heng Wind mit plo- / sen Schlach vach straich stich mit stossen / -Zornhaw Volgt-

2r

Wer dir oberhaut Zonhau ort dem drawt / Wirt er es gewar Nim oben ab öne far / Biß starck herwider Wind stich sicht er’s / nim es wider Das ebenn merck Hau stich le- / ger waich oder hert Inndes und var nach an / hurt dein krig sei nich gach Wes der krig / rempt oben niden wirt er beschempt In alln / winden. Haw stich schnidt lerre finden, auch / solstu mit prufen hau stich oder schnyd in alln / treffen den maistern wiltu sie effen

Die vir Ples

Vier Plossen wisse zuramen, so schlechstu ge-

2v

wisse an alle var an Zweifel wie er geparr

Die vir Plossen zu prechen

Wildu dich rechen die vier plös kunstlich / prechen, Oben duplir niden recht mutirr / Ich sag fur war sich schutzt kam man one / far Hastu vernomen zu schlag mag er nit / wol komen

Krumphau

Krump auff behende wirff dein ort auff die / hende Krump wer wol setzt mit schriten vil

3r

hau letzt haw krump zu flechn den maisternn / wildu sie schwechen. Wan es glitzt oben so stand / ab das wil ich loben. Krump nicht kurtz haw / Durchwechsel domit schaw. Krump wer dich ir- / ret der edel krigk in vorwirret Das er nicht weiß / vor war wo er sey ane far

Zwerhaw

Wer benimpt was vom tag her kumpt Zwer mit / der sterck dain arbait do mit merck Zwer zu dem / Pflug zu dem Ochsen hart gefug Was sich / wol zwert mit sprungen dem haupt geuert. Fe- / ler wer furt von unden nach wunsch er rürt

3v

Verkerrer zwingt durchlauffer auch mit ringt / den elpogen gewis nim spring in die wage. Feler / zwifach trift mann den schnit mit mach zwi- / fach es furpas schreit in linck und pis nicht laß

Schilhaw

Schiler am pricht was puffel schlecht oder sticht / wer Wechsel drawt Schiler daraus er inn berabt / Schil kurtzt er dich an Durch wechsel gesigt im / an. schill zu dem ort und nim den hals ane vorcht / Schil zu dem öbern haupt hend wildu bedöbern

Schaittelhau

4r

Der scheitler dem antlützt ist gevar mit seiner kar / der pruft ist gefer was von im kumpt die Kron / das abnimpt, schneid durch die kron so prichstu / sie hart schon die strich druck mit schnytten sy / ab zuck

Vir leger

Vir leger allain da von halt und fleuch die gemain / Ochs. Pflug. Alber. VomTag. / sey dir nit unmer

Vier vörsetzen

4v

Vir seind vorsetzen die dy leger auch sere letzen / Vor fursetzen huet dich geschicht das auch sere / es müt dich. Ob dir vorsetzt ist und wie das / dar komen ist Hör was ich dir ratte raiß / ab hau schnel mit drate Setz an vir enden / pleib darauff lere wildu enden

Nachraisen

Nachraisen lere zwifach oder schneid in die were / Zwey ewssere nimne der arbeit dar nach be- / gynne unnd pruff die gefert ob sie sind weich / oder hert Das fulenn lerre Inndes das wort

5r

schneidet sere Nachraisen zwifach trifft man / den alten schnit mit mach

Uberlauffen

Wer unden rempt uberlauff denn der wirt beschempt / Wan es glitzt oben so sterck das gere ich loben / dein arbait mache oder hert druck zwifache

Absetzen

Lere absetzen haw stich kunstlich letzen Wer auf / dich sticht dein ort trifft und seinen pricht von / paiden seytn triff allemal wiltu schreyten

5v

Durchwechseln

Durchwechsell lerre von paiden seitten stich mit / sere wer auff dich pint Durchwechsel in schir / findt

Zucken

Trit nahent in pinden das zucken gibt gut fun- / de Zuck trift er zuck mer arbait erfinde das / thut ime we Zuck allen treffen den maistern / wiltu sy effen

Durchlauffen

6r

Durchlauffen las hangen mit dem knopff greiff / wiltu rangen Wer gegen dir sterckt durchlauff / do mit merck

Abschneiden

Schneit ab die hertten, Von unnden in baiden ge- / ferten. Vier seinn der schnit. Zwen unden zwen / oben mit

Hend druckhen.

Dein schneiden wennt zu flechen druckh die he- / nnde

6v

Zwei henngen

Zwey henngen werden aus ainer hannt, Von der erde / In allen geferte. Hau stich leger waich ader herte

Sprechfennster

Sprechfennster mach. stannt frolich besich sein sach / schlag in das er schnabe. Wer sich von dir zeucht / abe. Ich sag dir fur war, sich schutzt kein man on / far, hastu vernumen zu schlag mag er klainn / kumen

Besliessung der Zetl.

Wer woll furt, unnd recht bricht Unnd ennd-

7r

lich gar bericht und pricht besunder yglichs in drey / wunder. Wer recht wol hengt und winden do mit / pringt und winden acht mit rechten wegen betracht / und ye ir eine der selben winden selb dritt ich meine / so seind ir zwentzig und vier zel sye eintzig von pai- / den seiten. Acht winde lere mit schreiten unnd / pruff die gefert nicht mer nur waich oder hert; [„;” w kółku] / ennd des text der Fechtzelt

Volgt die auss- / legung ybergeschribnen Text der zetl;

7v

Text

Wiltu kunst schauen, sey linck und recht mit hawen, / und linck mit rechten, ist das du gerecht, und starck / wilt fechtn,

Glosa

Merckh das ist die erst kunnst des lanngen schwerts, Das du vor allem / dinngen, die hew sollt lerrnnen gerecht hauen, ist das du annders / starck vechtenn wilt, Unnd das vernim also, Wen du mit dem linckn / fues vor steest, unnd hawst von dainer rechtenn seytenn, volgstu dann dem / haw nicht nach, mit deinem zutrit, deins rechtn fueß so ist der hau falsch, / unnd ungerecht, Wenn dein rechte seit pleybt da hindenn, dar umb wirt der / haw zu kurtz, unnd mag seinenn rechtenn gangk zu der andern / seytenn, vor dem linckenn fues unnder sich nicht gehabenn, also das wider- / spill, vonn der linncken seitn, durch soll albeg hau unnd trit mit ein- / annder gleich gescheben

Text einr ler

8r

Wer nach get hauen der darff kunst wenig frawen

Glosa

Das ist wen du mit dem zu fechtenn zu im kumpst, so soltn nicht still sten / und auff sein haw sehen noch wartn,was er gegen dir ficht, Wis das / alle vechter, die do sehen und warten auff aines andern hau, und wollen / anders nicht thon wen vorsetzen, die bedurffen sich sollicher kunst gar we- / nig freuwen, wenn sie ist vernicht, unnd werdenn do pei geschlagen

Text

Hau nohent was du wilt kein Wechsler kumpt an / deinen schilt Zu kopff, zu leib die zeck nit vermeid / Mit gantzem leib ficht was du starck gerest treibn

Glosa

Wen du mit dem zu vechtenn zu im kompst, was du dann fechtenn wildt, / das treyb mit ganzer sterckh des leibs, unnd haw im domit nahet / ein zu kopf, unnd zu leib, Unnd beleib ime mit dem ort vor dem ge- / sicht oder brust, So kan er vor deinnem ort nit durchwechsln

8v

Versetzt er mit sterckh, unnd lest den ort von dir aufgeen, auf die / seittn, so gib ime einn zeckhrur auf denn arm, Oder / vert er mit der versatzung hoch auff, mit den armen, so schlach im / mit ainem freyenn haw unnden zu dem leib, und trit bald domit zu / ruckh, So ist er geschlagenn, ee wenn er sem inn wirt.

Text

Hör was do schlecht ist ficht nicht oben linck, so du recht / pist, Ob du linck pist, im rechten auch sere hinckest

Glosa

Diese ler trifft an zwo person, einen gerechten und einen gelincken, unnd ist / wie du solt hauen, das man dir die schwech, in dem schwert mit dem ersten / haw nicht angewin, Unnd das vernim also, wen du mit dem zufechten / zu im kumpst, pistu dan gerecht, so haw mit namen den ersten haw nit / von der lincken seyten, wen er ist schwach und magst domit nicht widerge- / haltenn, wen er mit dir starckh einhaut, Darumb so haw von der rech- / tenn so magstu wol starck widergehaltenn und am schwert arbeitenn, / was du wild Des gleichn pistu linckh so hau auch denn erstenn hau nicht / vonn der rechtenn seyten, Wen es ist einem Linckenn ganz wild

9r

kunst zu treybenn von der rechten seytenn, des gleichn ist auch einem Rechten / von der linckenn seyten,

Text

Vor und noch, die zwey Ding, Seind aller Kunst ein ursprung / Schwech und sterck, Inndes das wort domit merck, So mag- / stu lern mit kunst arbeiten, und wern, Erschrickstu gern, / kain fechten nimer gelern

Glosa

Du solt vor allenn sachen recht vernemen und versteen die zway ding, das ist das Vor / und das Nach. unnd darnach schwech und sterck des schwerts und darnach des / worts Indes. Wan daraus geet der gantz grunt aller kunst des fechtens. / wen du die ding recht vernimpst unnd versteest und darzu des worts Indes / nit vergist in allen stucken, die du treybst, So pistu wol ein guter maister / des schwertz, unnd magst wol lernen Fursten und Herzen, das sy mit rechter / kunst des schwerts wol mogen besten zu kampff und in ernst,

9v

Was das Vor sey

Das ist das du vor solt kumen alweg es sey mit dem hau oder mit dem stich, / Ee wen er Und wen du ehe kumpst mit dem haw oder sunst das er dir ver- / setzen mus, So arbait Indes behendiglich in der versatzung fur dich mit / dem schwert, oder sunst mit anndern stuckenn: so mag er zu kainer arbeit / komen,

Was das Noch sey

Ist der pruch wider alle stuck, und hew die mann auff dich treybt, Unnd / das vernim also Wen er ee kumpt mit dem hau, wen du, das du im ver- / setzen must, So arbait Inndes behendiglich zur nechsten plos, So prich / im sein Vor, mit deinem Nach,

Von Schwech und Sterck / des Schwertz

Schwech und Sterckh vernim also, am Schwert von dem gehultz pis in

10r

die mit der klingen, so ist die sterck des schwerts, Unnd furpas uber die mit / piß an denn ort ist die schwech, Unnd wie du mit der sterck deines schwertz / nach der schwech seines schwertz arbaiten solt das wirt dir hernach ver- / klort

Text der funff heu

Funff haw lere von der rechten hant, wer die were dem / wir geloben, in kunnsten gern zu lonen

Es seind funff verporgen haw, do von vil Mayster des schwertz nicht von / wissen zu sagen, Die soltu von der rechtenn seyten recht lernen hawen, / Wellicher fechter dir den die hau mit rechter kunst an schaden prechn / kan, der wirt gelobt von andern maistern, das im pas gelont sol werden / seyner kunst den ainem andern vechter,Und wie man die haw mit iren / stuckenn hauen soll, das wirt dir hernach verklort werdenn,

Text von stucken der / zetl

10v

Zornha, Krump, Zwer, hat Schiler, mit Schailter, Alber / Versetzt, Nachreysen, Uberlauff, hau setzt, Durchwechsel, / Zuck Durchlauff, Abschneid, heng, hendruck, Wind, / mit Plossen, schlach, vach streich, stich, mit Stossen,

Hie werdent dir genant die rechten hauptstuck des Zedel des Lanngn Schwerts. / wie sie haisenn. yglichs besunder mit seinem naman.darumb das du sie / dester pas erkennen und versten kundest. Das erst seind die funff haw wie / sie besunder genant seind. Der erst haist der: Zornhau: der ander der / : Krumphau: der drit der: Zwer haw: der vird der: Schilhaw: der funft der / : Schaittelhaw: Nun mergkh die stuckh, Das erst / sein die vier Huet, das annder die vier Versetzen, Das drit die Nachrey- / senn, Das virt Uberlauffen, Das funfft die Absetzenn, Das sechst ist / das Durchwechseln,Das siebent ist das Zucken Das acht das Durchlaufen / Das neunt das Abschneidenn,Das zehent ist das Hentdruckhen, Das / ailfft das seind die Hengen, Das zwellft das seind die Winden,Und / was du aus den stuckn fechten solt, und wie du dich mit den Hengen und

11r

Winden plos geben solt, das wirstu als nach ainanderr am negsten / hernach geschriben vinden

Merck hie hebt sich an der Text / und die Glos des ersten vom Zorn- / haw mit seinen stucken

Text

Wer dir oberhaut, Zornhaw, ort dem drawt

Glosa

Der Zornhau pricht mit dem ort alle oberhaw. Unnd ist doch anders nicht / wenn ein schlechter paruren schlag. Unnd den treib also: wen du mit / dem zu fechten zu im kumpst: haut er dir den von seiner rechten seiten / oben ein zu dem kopff, so haw auch von deiner rechtenn von oben an alle [notatka na marginesie: in den waich am schwert] / versatzung mit im zorniglichen einn auf sein schwert, ist er dann waich / am schwert, so scheus im den ort gericht fursich lanckh ein und stich im / zu dem gesicht, oder der prust und setz im arm

[notatka na marginesie, wykonana prostą minuskułą, prawdopodobnie wiele późniejsza]

11v

12r

Text

Wirt er’s gewar, so nim oben ab ane far

Glosa

Wen du im mit dem Zornhau einhaust, so steus im den ort lang einn zum / gesicht, oder prust als vor geschribenn steet. Wirt er des orts gwar unnd / vorsetzt starck Unnd druckt dir dain schwert auf die seyten. So rais mit [notatka na marginesie: oben abgenumen] / deinem schwert an seiner schwerts klingen ober sich auf, oben ab von seinem / schwert, unnd haw im zu der andern seiten, aber ann seiner schwerts klingn / wider ain zu dem kopff, das haist obenn abgenonn

Pruch wider das abnemen

Wenn er oben abnimbt, so pind ann seinem schwert starck oben ein zu seynem / kopff mit der lanngen schneidt

Text

Pis stercker, wider wind, stich, Sicht er’s, so nim es wider

[notatka na marginesie – pismo podobne do późnośredniowiecznej kursywy, stanowczo inne niż pozostałe]

12v

Glosa

Das ist wenn du im mit dem Zorenhaw einnhauest; Versetzt er unnd pleibt / mit der versatzung starck am schwert, so pleib auch wider mit deinem / schwert starck ann seinem schwert, und var hoch auff mit den armen / und wind ann seinem schwert dein gehultz vornen fur dein haupt / unnd stich im obenn ain zum gesicht*, wirt er des stichs gewar, unnd [notatka na marginesie: mit der k.schneidt] / vert hoch auf mit denn armen, unnd ver’tzt mit dem gehuhultz, ‚se / So plaib also sten mit deinem gehultz, vor deinem haupt, unnd secz im / den ort unden ann den hals, oder ann die prust zwischenn seinen pay / den armenn

Wie hernach gemolt

[notatka na marginesie – pismo podobne do późnośredniowiecznej kursywy, stanowczo inne niż pozostałe]

13r

13v

Text einer ler aus dem Zornhaw

Das eben merck, haw stich leger waich oder hert / Inndes, und* var* nach, anhurt dem krig sey nit gach

Glosa

Wenn er dir mit einem hau, oder mit einem stich, oder sunst an dein / schwert gepinden hat, so soltu dir mit den windenn nit zu goch lassen / sein, es sey dan du dar vor eben merckest wen ain schwert ann das / ander glitzt, ob er im pand waich oder hert ist, und wen du das empfundn / hast, erst so arbeit Inndes mit den windenn, nach der waich, und nach / derr hert, alweg zu der negstn plos, als dir hernach in den stuckn verklort / und ausgericht wirt

Text des Kriegs

Was der Krig rempt oben, niden wirt er beschempt

14r

Der Krieg, das sein die Winden, und die arbait die daraus geet, mit dem / ort zu den vir plossenn, und den trieb also, wen du mit dem zornhau, / einhauest, Als pald er denn versetzt, so far vol auf mit den armen, / unnd wind im denn ort am schwert oben ein zur obern plos, seiner / lincken seiten, Setzt er denn den obern stich ab, so pleib also steenn in den / winden mit dem gehultz vor deynem haupt, und las den ort nider sinckn / zu seiner lincken seitenn, Volgt err den mit der versatzung deinem schwert / nach, so such mit dainem ort die undern plos, seiner rechtenn seiten, Volgt / er dan furpas mit der versatzung dainem schwert nach, So var auff / mit dem schwert, auf dein lincke seiten, und heng im den ort oben ein / Zur obern plos, seiner rechten seyten, also wirt er mit dem krigk oben / und niden beschempt, ist das du in anders recht treybst,

Text einer ler

Inn allen winden, haw stich schnit lere finden, auch / soltu nit prufen, hau stich oder schnit, In allen tref- / fen, den meistern wiltu sie effn

14v

Das ist wenn du mit dem Zornhau einhaust, So soltu mit den Winden / am schwert gar wol geubt und ganntz fertig sein, Wen ein iglichs windn / hat drey besunder stuck, das ist ein hau, ein schnit, und ein stich, und wen / du windest am schwert, so soltu gar eben gedenckenn das du die stuck nicht / unrecht treibst: die in die winden gerhorent. Also das du nicht haust / wen du stechenn solt, und nit schneidenn wan du hauenn, solt und nicht / stichst wan du schneiden solt, Unnd also soltu das stuck alweg wissen / das mit recht gehort darzu zutreiben in allen treffenn: und anpinden / des schwerts; wiltu annders die maister effen, oder teuschn, die sich wider dich / setzen. Und wie du die winden treiben solt, unnd wie vill ir ist an der / Zall, das findestu in dem letzsten stuck der zedell geschriben, das do also / spricht, Wer woll furet, unnd recht pricht

Von den vir Plossen

Wir plossen wisse, raume, so schlechstu gewisse, an alle / far, on Zweifel wie er gebar

Glosa

15r

Wer ein maister des schwerts sein will, der sol wissenn, wie man die vir plos / mit kunst suchen soll, will er anders gerecht und gewis fechten, Die erst / plos, ist die recht seit, Die ander die linck, oberhalb der gurthell, des mans, die / andernn zwo ploßs, seind auch die recht und die linck seit, underhalb der gur- / theill, Ann sein zwai gefert daraus, man die plossenn suchn soll, Zu [notatka na marginesie: mit einschiessen / des langen orts und mit nachra- / isen, such die plos] / dem ersten, sol man sie suchn, aus dem zufechten, mit nachraisen, und mit ein- des langen orts / schissen , Zu dem anndern mal sol man sie suchn mit den acht / winden, Wan ainer dem andern an das schwert gepyndet, das soltu also / versten, Wenn du mit dem zufechten zu im kunpst, das du alweg mit / einem hau oder mit einem stych hinlich, on alle vorcht, solt reinen der vir / plos einer Zu welcher du am pestenn kumen magst, und acht nicht was er / gegenn dir treibt oder vicht, Domit zwingstu den man das er dir versetzen mus, / Unnd wen er hat versetzt, so such pald in der versatzung mit dem windn / am schwert aber die nechst plos, unnd also raume alweg der plossenn des / mans unnd vycht nicht zu dem schwert, in dem stuck das do also spricht Setz / an vier enden playb darauf lere wiltu enden

Wie man die vir plos prechn sol

Wiltu dich rechen, die vir plos kunstlich prechen, oben dup=

[notatka na marginesie – pismo podobne do późnośredniowiecznej kursywy, stanowczo inne niż pozostałe]

15v

plir, nider recht mutir, Ich sag dir fur war, sich schutzt / kein man one far, hastu vernomen, zu schlag mag / er klain kumen

Glosa

Wenn dir einer ernstlich einhauet, wiltu dich dan am im rechn, und / im die plossen mit kunst angewinden, das er sich on seinen danck / schlahen mus lasen, so treib das dupliren gegen der sterck seines schwerts, / und das mutiren wen er schwach ist am schwert, so sag ich dir fur war, / das er sich fur dir vor schlegen nicht geschutzen mag, und kan selber zu / schlegn nicht kumen

Wie du das Duplrin zu paiden sei= / ten treiben solt

Merck wan er dir oben zuhaut, von seiner rechten achsall, so haw auch / von deiner rechten mit im geleich starck oben ein zu dem kopff, ver=

16r

setzt er, unnd bleib starck am schwert, so var Inndes auf mit den / armen, unnd stos mit der lincken hant den schwerts knopf under / deinen rechten arm, und schlag in mit der langen schneid aus / gekreutzten armen, hinder sein schwerts klingen auf den kopf,

Ain anders

Haut er dir von seiner lingen achseln, mit der lanngenn schneid oben ein, / zu den kopf und thue im also, Widerbleibt er denn starck am schwert, / so var pald auf mit den armen unnd schlag in hinder seiner schwerts / klingn mit der kurtzen schneid auf den kopf,

16v

Des habß gelehrt, wirt dein schwert zu Krigken / und duc [Schlag] gehen

17r

Wie man das mutieren treiben sol zu pei= / den seiten

Wenn du im von deiner rechten achseln oben starck einhaust, zu dem kopff, / versetzt er unnd ist waich am schwert, so wind auf dein linck seiten, die / kurtz schneid an seinem schwert, und var wol auf mit den armen, und / var im mit deiner schwertz klingn ober uber sein schwert, und stich im zu / der undern plos,

Ain anders

So du im von deiner lincken seiten oben einhauest, zu dem kopff, versetzt er / unnd ist waich am schwert, so var auf mit den armen, und heng im den / ort obenn uber sein schwert, und stich im zu der andern plos, also magstu / die zway stuckh treyben, aus allen hauen, darnach als du empfindest / schwech und sterck am schwert,

17v

Das seind die fechtn mit dem Schwert, und werk gerindt ist / lobens wertt

18r

Text von dem Krumphau mit sein / stuckn

Krump auf behende, wirff den ort auf die hende, / Krump wer wol setzt, mit schriten vil hew letzt

Glosa

Der krumphau ist der vir versetzen eins, wider die vir huten, Wen domit [notatka na marginesie: Krumphau pricht den Ochsn] / pricht man die huten die do haist der Ochs, unnd auch den ober und / Untherhau den treib also, Wen du mit dem zufechten zu im kumpst, / steet er dan gegen dir und helt sein schwert fur seinem haupt in der hut / des Ochsens, auf seiner lincken seiten, so setz den lincken vus vor, und / halt dein schwert an deiner rechten achselnn, in der hut, unnd spring / mit dem rechten fus, wol auf dein recht seyten, gegen im, und schlag / in mit der langen schneid, aus gekreutzten armen, uber die hend,

[notatka na marginesie – pismo podobne do późnośredniowiecznej kursywy, stanowczo inne niż pozostałe]

18v

19r

Eyn anders

Den krumphau magstu auch treiben aus der schranckhut, von paiden seitn, / Unnd in die hut schichkh dich also, wen du mit dem zufechtenn zu im kumpst, / so stee mit dem lincken fus for, unnd halt dein schwert mit dem ort nebn / deiner rechten seytn, auf der erdn, das die lang schneid oben sey, und gib dich / plos mit der lincken seyten, Haut er dir dan zu der plos, so spring aus / dem hau gegen im mit dem rechten fues, wol auf dein rechte seiten, Und / schlag in mit gekreutzten henden, aus der langen schneid mit dem ort auf / sein hende

Von der Schranckhut

Also schick dich in die schranckhut, zu deiner lincken seiten, wen du mit / dem zuvechten zu im kumpst, so stee mit dem rechtenn fus vor, und halt / dein schwert nebenn deiner lincken seiten, auf der erden mit gekreutztn / henden, das die kurtz schneid oben sei, und gib dich plos mit der rechten / seyten, Haut er dir den zu der plos, so spring aus dem hau gegen im / mit dem lincken vus wol auf sein rechte seyten, und schlag in im sprung / mit der kurtzen schneiden uber die hend

19v

20r

Text eines guten Stucks aus dem / Krumphau

Hau krump zu den flechn, den meinstern wiltu / sie schwechn; wen es glitzt oben, so stand ab das will / ich loben

Das stuck soltu treiben, gegen den maisternn aus dem pant des schwerts, / Unnd das treib also, Wen du mit dem Zufechten zu im kumpst, so / leg dein schwert zu deiner rechtenn seitn, in die schranckhut, unnd stee / mit dem linckhn fus vor, oder halt es ann deiner rechten achseln, / Haut er dir dan oben zur plos, so haw starck mit der langn schneidn, / aus gekreutzten armen, gegen seinem haw, und als bald die schwert / zu samen glitzen, so wind indes gegenn deiner lincken seiten, die kurtz / schneid an sein schwert und stich im zu dem gesicht, Oder wiltu

20v

in nicht stechen, so hau im indes mit der kurtzen schneid, vom schwert / zu kopff oder leib

Text aber eins stucks aus dem krump / hau / Krump nicht kurtzhau, Durchwechsel damit schaw

Glosa

Das ist wen er dir von seiner rechten seitn, oben einn will hauen, so var / hoch auf mit den henden, und thue alß du im mit dem krumphau an / sein schwert wollest pinden, unnd var mit dem ort under seinem schwert / durch, unnd stich im zur andern seiten, zu dem gesicht, oder der prust, und / wart das du obenn vor dem haubt mit dem gehultz wol gedacht seiest, / Auch prichstu mit dem stuck, die hut des Ochsen, den treib also wenn du [notatka na marginesie: gegen dem ochs] / mit dem zufechten zu im gest, stet er dan gegen dir unnd helt sein schwert

[notatka na marginesie – pismo podobne do późnośredniowiecznej kursywy, stanowczo inne niż pozostałe]

21r

mit dem gehultz auff seiner lincken seiten, vor dem heupt, so wirf dein / schwert an dein rechte achsell, und thu als du im mit dem krumphau / an sein schwert wollest pindenn, und hau kurtz, unnd wechsel domit, / unden durch sein schwert, und scheus im den ort zu der andern seytn, / lanck unnder sein schwert ein, zu dem hals, so mus er versetzen, domit / kumpstu zu schlegen, und ander arbeit mit dem schwert,

21v

pusta

22r

22v

Hie merck die pruch wider den Zwer / hau

Wen du gegenn im stest inn der hut vom tag so hau im hinlich oben / ein zu dem kopf springt er denn aus dem hau unnd meint er wol vor / kumen mit dem Zwerhau unnd schlecht dir domit zu deiner linckn / seitenn zu dem kopf so val im mit der langen schneiden auf das schwert / schlecht er denn mit der zhwer aber umb dir zu der andern seitn so / kun du inndes vor auch mit der zhwer forn fur unnder seinem sch- / wert im an hals so schlecht er sich selber mit deinem schwert

23r

23v

Nota

Merck so du einem vechter an sein schwert gepunden hast, schlecht er den / vom schwert umb mit der zhwer dir zu der andern seiten so val im / mit der langen schneidn in sein hand oder auf die arm und druck mit / dem schnit sein schwert mit den armen mit all von dir und schlag / in aus dem schnit vonn seinem arm mit dem schwert auf den kopf

24r

24v

Pruch wider die obern schnit in die / arm

Wenn du im mit der Zwer zu seiner rechten seiten schlechst Velt er dir den / mit dem schnit in die arm So schlach in mit dem duplirn mit der kurtzn / schneid hinder schwerts klingen in das maull, Oder schlechstu / in mit der Zhwer zu seiner linckn seitnn velt er dir den mit dem schnit / in die arm so schlach in mit dem dupliren hinder seiner schwerts klingn / mit der langenn schneid in das maul Merck also prich im / das dupliren wen du im thuest den schnit oben in sein arm schlecht / er dir denn mit dem duplirn obenn zu dem kopf so var auf unnd wind / gegenn dem schlag dein schwert unnder das sein unnd var im mit dem / schwert an den hals mit der kurtzen schneid

25r

25v

Zet eines stucks aus dem Zwerhau

Zwer mit der sterck dein arbeit domit merck

Glosa

Das ist wenn du mit der Zwer schlahen wilt so soltu sie schlahen mit / gantzer sterck deins leibs unnd das du mit der sterck deins schwerts alweg / pindest an sein schwert domit gewinstu im die plos an, das vernim / also wenn du im mit der Zhwer vonn deiner rechten seitn zu haust / versetzt er so treib das duplirnn Oder stos inn aus der Zhwerr / mit deinem gehultz sein schwert auf die seit ab unnd schlag in domit / zu der andernn seitn

26r

26v

Pruch

Wenn dir ainer mit dem schwert an den hals vert so var inwendig / seins schwerts auf mit dem knopf und las die kling nider hangen / unnd stos sein schwert von deinem hals unnd schlag im oben ein zu / dem kopf mit dem schnappn, oder schag in mit dem duplirenn mit / der rechten hant oben uber sein schwert unnther das gesicht die waill / er sein schwert an deinem hals hat

Text der zwer schleg zu den vier plossn

Zwer zu dem Pflug, zw dem Ochsen hart gefug / Was sich wol zwert mit springen dem haupt geuer

27r

Glosa

Du hast vor gehort wie das der Ochs unnd der Pfluegk sein genant / zwei leger oder Hutten so sein sie hie geheissenn die vir plossen der / Ochs das sein die obern zwo plos die recht und die linck seit des haupts / so ist der Pflug die unnder zwo plos auch die recht und die linck under / halb der gurthell des mans die selbigen Vyr plos soltu mit den thwr / schlegen in einem zufechten alle vir besuchenn

Also schlag die zwer schleg zu den / vier Plossen

Wenn du mit dem zufechten zu dem man kumpst so stee mit dem linckn / fues vor,Unnd wenn es dir eben ist so spring mit dem rechten fues gegn / im woll auf sein lincke seitn unnd schlag in aus der Zwer mit kraft / gegenn seiner linckenn seytenn zur unndern plos das hayst zum / Pflug geschlagn Versetzt er so schlag im pald zu der obern plos / seiner rechten seiten das haist zu dem Ochsenn und treyb dann die Zwer

27v

schleg behendiglich alweg einen zu dem Ochsenn unnd den andern zu dem / Pflug kreutzwais von einer seiten, zu der andern das ist zu kopff unnd zu leib / Auch soltu gedennckenn das du mit einem yden Zwer schlag alweg / solt weit ausspringn gegn im auf ein seiten so magstu in wol zu dem / haupt treffen und wart auch das du die weill obenn vor dem haupt / mit dem gehultz wol gedacht seiest

28r

28v

Pruch wider die Undern Zwerschleg

Wenn er dir schlecht mit der Zwer vonn seiner rechtenn seiten zu deiner linckn / oben zu dem kopff so versetz mit der langn schneid und pleib im mit dem ort / vor der prust Schlecht er denn vom schwert umb mit der Zwer zu der / undern plos deiner rechtn seitn so schlag auch mit der Zwer unnden / durch zwischn dir und im auch gegen seiner rechten seitn unnd pind / domit an sein schwert und pleib am pandt unnd stich im Inndes zu der / undern plos

29r

29v

Text des Velers

Feler verfuret von unden nach wunsch rurret

Glosa

Feler ist ein stuck domit vil vechter geplendt werden und nach wunsch / gerurt und geschlagenn die do gern vorsetzn unnd die do vechtent / zu dem schwert unnd nicht zu den plossen des leibs, Merck / wan du mit dem zufechtn zu im kumpst so thue als du im mit einem / freyhen oberhau zu dem kopf wollest schlahen unnd verzuck den hau / unnd schlage im mit der zwer zu der unndernn plos seiner linckn oder / seiner rechten seiten zu welcher du wilt unnd wart das du mit dem / gehultz uber deinem heubt woll gedacht seyest und magstu mit dem / Zwerhau auch also treiben

Text des Verkerrers

30r

Vorkerer zwing Durchlauffer auch mit ringt / den elpogn gewiß nim spring in die wage ;

Glosa

Den Verkerer haissen die fechter den halb haw oder die wendhant / domit zwingt man den mann das man im mag durchlauffenn / und gefassen mit ringn Den treib also, Wenn du mit dem / zufechten zu im geest so gee mit dem linckenn vues vor unnd hau / von der rechtenn seytn dem halb hau mit verkerter langer schneid / ye und ye auf unnd nider dein linckenn vues noch pistu zu im kumpst / und als pald du im domit an sein schwert pindest So heng im den / ort inndes oben ein unnd stich im zum gesicht versetzt er den stych / und vert hoch auf mit denn armen so lauf im durch, Oder pleibt / er mit der versatzung nider mit den henden so begreif mit der linckn / hant seinen rechtenn elnpogenn und halt in domit vest und spring / mit dem linckn fus fur sein rechten und stos in also uber denn vues / Oder wiltu in mit der linckn hant pey dem elnpogen uber den fues / nicht stossen als vor geschriben steet So var mit dem linckn arm / hindenn umb den leib und wurf in furr dich uber dein linck huft

30v

31r

Text aber von einem Veler

Feler zwifach trift man den schnit mit mach / zwifach es furpas schreit in linck und pis mit / las

Glosa

Das heist der zwifach feler denn treib also, wen du mit dem zufechtn zu / im kumpst so stee mit dem lincken vues vor unnd halt dein schwert / ann deiner rechten achsell unnd wen es dir ebenn ist so spring gegn / im woll auf mit dem rechten fues auf sein linck seyten unnd thu / als du in mit einem freyhn zwerschlag zu seiner linckn seytn zu dem / kopf wollest hauen unnd verzuck den hau und spring mit dem linckn / vues auf sein rechte seyten und schlag in do selbst hin zum kopf vor / setzt er unnd du trifft in schwert so spring zu der seytnn neben

31v

im hinweg unnd schneid im mit der kurtzn schneid hinder seinem / schwert mit dem duplirn in das maull, Oder val im mit dem / schwert uber payde arm in den schnit auch magstu den Veler aus / den obernn hauen also woll treybenn als aus den zwer schlegen / Wenn es dir ebenn ist oder wen du wilt

32r

pusta

32v

Hie hebt sich an der Schilhaw mit sein / stuckn

Text

Schilhaw ein prich was puffel schlecht oder sticht / Wer Wechsel draut schiler daraus in beraupt

Glosa

Der Schiler pricht die hut die do heist der Pflug unnd ist ein seltzam gut / enhaft hau wen er pricht mit gewalt ein in haw und stichn und geet / zu mit verkertem schwert darumb sein vil meister des schwerts die von / hau nicht wissen zu sagn /

33r

Wie man den schiller hauen sol

Merck wan du mit dem zufechten zu im kumpst so stee mit dem linckn / vues vor und halt dein schwert an deiner rechtn achseln, haut er dir / denn obenn ein zu dem kopf so verwent dein schwert und hau gegn / seinem hau mit der kurtzen schneid lang aus geragkten armenn / oben uber sein schwert im zu dem kopf Ist er dan also geschaid unnd / verselt mit dem hau deins schwerts und wil unden durch wechseln / so las denn ort mit dem hau fursich lanckh einschissen so mag er undn / nicht durchwechseln

33v

34r

Ein anders

Wann du gegenn im steest unnd beheldest dein schwert ann deiner rechtn / achseln steet er dan gegenn dir in der hut des pflugs und wil dir undn / zustechn so hau in mit dem schiller lanck oben ein unnd scheus im den / ort langk ein zu der prust so mag er dich unndn mit dem stich nit er / langenn

Text einer ler aus dem Schilhau

Schil kurtzt er dich an Durchwechsel gesigt im an

Glosa

Die ler merck wenn du mit dem zufechten zu im kumpst so soltu schillen

34v

mit dem angesicht unnd sehn ob er kurtz gegen dich ficht, das soltu pey / dem erkennen wenn er dir zuhaut Reckt er denn die arm mit dem hau / nicht lanckh vonn im so ist sein schwert verkurtzt, Oder ligstu vor im / in der hut alber wil er dir denn mit dem schwert krump darauff / vallenn So ist sein schwert aber verkurtzt, Oder legt er sich gegn / dir in die hut des Ochsens oder des Pflugs so ist sein schwert aber vor= / kurtzt Auch wis das alle windenn mit dem schwert vor dem / mann kurtz seind unnd verkurtzenn das schwert unnd welche vech / ter die windenn also treiben den wechsel frolich durch aus hauen und / aus stichenn unnd scheus in denn langen ort domit ein zu der nechstn / plos domit zwingstu sie das sie musen vorsetzen so kumpstu zu deiner / rechten arbeyt

35r

35v

Text wie man mit dem Schiller / pricht dem langen ort

Schil zu dem ort und nim den hals ane forcht

Wenn du mit dem zufechten zu im kumpst Steet er dan gegenn dir und / helt dir den langn ort zum gesich oder der prust so halt dein schwert / an der rechtn achseln unnd schil mit dem gesicht zum ort unnd thue / als du im darzu hauen wolst unnd hau starck mit dem schiller / mit der kurtzen schneid an sein schwert unnd scheus im den ort / domit lanng ein zu dem hals mit einem zu trit des rechten fues

36r

36v

Text aber eins stucks aus dem Schil / haw

Schil zu dem obernn haupt hend wild du bedörbenn

Glosa

Merckh das ist ein ander pruch wen er gegen dir steet in dem langn ort / so schil im mit dem gesicht zum heupt und thue als du in darauf / wollest schlahenn und schlach in aus dem Schilhau mit dem ort auf / sein hendt

37r

37v

Von dem Schaitelhau

Text

Der Scheitler dem antzlig ist geuer mit seiner / ker der prust vast gefer Was von im kumpt / die Kron das ab nimpt, schneidt durch die Kron / so prichstu sy hart schon Die striche druck / mit schniten sy abzuck

38r

Der scheitler pricht die hut die do heist alber und ist dar zu dem antz= / lig unnd der prust geferlich mit seiner ker, Den treib also wenn / du mit dem zufechten zu im kumpst, legt er sich dan gegn dir in die hut / Alber so setz den lincken vues vor unnd halt dein schwert an deiner / rechtenn achsell yn der hut und spring zu im unnd hau mit der langn / schneid von obn nider starck, im zu dem kopf versetzt er den hau das sein / ort und das ein gehultz paide uber sich steenn das selb heist die Kron, so / pleib hoch mit den armenn unnd heb mit der linckn hant deinen schwertz / knopf uber sich unnd senck im den ort uber sein gehultz zu der prust / vert er denn auf mit dem schwert unnd stost dir den ort mit dem / gehultz uber sich, so wind dein schwert under seiner kronn durch mit / dem schnit in sein arm und druck also ist die kron wider geprochn, und / mit dem druckn so schneid vast in die arm und zeuch dich mit dem schnit / ab,

38v

39r

Das ist die ander hut

Die ander hut heist der Pflug da schick dich also mit Ste mit dem / linckn vues vor unnd halt dein schwert mit gekreutzten hendn mit / dem knopf unnder sich nebenn deiner rechtenn seytn zu der huff das / die kurtz schneid oben sei unnd der ort im stee gegenn dem gesicht, / Zur linckhenn seytn schickh dich also in die hut des pflugs Stee mit / dem rechtenn vus vor unnd halt dein schwert nebn deiner linckn / seytn mit dem knopf unnder sich zu der huf das die langk schneid obn / sey unnd im der ort stee gegn dem gsicht Das ist der pflug von paydn / seiten

39v

40r

Text von den vier Versetzen

Vir sind versetzen die dy legr auch sere letzn

Glosa

Du hast vor gehort was do seind die vir hutten so soltu nun auch / wissen die vir versetzenn die dy selbigen vir huttnn prechn, auch / gehort kein versetzn dar zu nicht wenn es seind vir hau die sie prechn / der erst hau ist der-

Krumphaw

Der pricht die hut die do heist der ochs Der annder hau das ist der-

Zwerhaw

Der pricht die huet vom Tag Der drit hau das ist der-

40v

Schillär

Der pricht die huet die do heist der Pfluegk Der virt haw das ist der-

Schaitlär

Der pricht die hut die do heist alber Unnd wie du die vir hutten mit / denn heuenn prechen solt Das findestu davornen in den selbign hauen / geschriben

Text das man nit versetzn soll

Vor versetzn hut dich geschicht das auch sere / muetzs dich

41r

Das ist das du nicht versetzen solt als die gemeinen vechter thun / Wann sie vorsetzn so haltenn sie irn ort in die hohe oder auf ein / seitn Unnd das ist zuversten das sie in der versatzung mit dem / ort nit wissen zusuchn Darumb werden sie oft geschlagenn Oder / wen du versetzn wild, so versetz mit deinem hau oder mit deinem / stich und such inndes mit dem ort die nechst plos so mag dich kein / meyster on sein schadn geschlagn

Text was man wider das vorsetzn trei= / ben sol

Ob dir versetzet ist und wie das dar komen / ist hör was ich dir rate reis ab hau schnel / mit drate

41v

Das ist wan dir einer hat versetzt und wil sich vom schwert nicht / abzihn und meint er woll dich zu keinenn stuckn lassen kumenn / So reis mit deinem schwert an seiner schwertz klingn uber sich auf / als du im obn vom schwert wollest abnemenn unnd pleib am / schwert unnd hau im schlecht an der klingn mit der langnn schneid / wider ein zu dem kopf

42r

pusta

42v

Text von vir ansetzn

Setz an vir enden pleib darauf lere wiltu / enden

Glosa

Es sein vier ansetzen die gehorenn zu dem ernst die soltu treiben wan / du einen pald schlahn wild odr letzn die treib also wen du mit dem / zufechten zu im kumpst so leg dich mit dem schwert in die hut des Ochsn / oder des pflugs wil er dir denn obenn einhauen oder undn zustechn / So merck die weill er sein schwert aufhebt und wil schlahen oder undn / zu im zeucht unnd wil dich stechn so kum du vor und scheus im den / langenn ort ein zur nechsten plos ee wan er denn hau oder stich / vorpringt unnd wart ob du im mogst ansetzn Des geleichenn / thu auch wenn er dir mit underhauenn zu haut, so scheus im / denn ort ein ee wan er mit dem hau undenn auf kunpt unnd / das treib zu peiden seitn Wirt er dan des ansetzens gwar so pleib / mit deinem schwert an dem seinen Und arbeit im behentlich zur / negstn plos

43r

Wenn du mit dem zufechtenn zu im kumpst so stee mit dem linckn / vues vor in der hut vom tag Und sich gar ebn was er gegn dir / ficht Haut er dir obn lanck ein, so wart das er dich mit dem hau / nicht erlanng Und merck dieweil sein schwert mit dem hau under / sich get gegenn der erden so spring zu mit dem rechten vues unnd / hau im obn ein zum kopf ee wenn er mit dem schwert wider auf / kumpt so ist er geschlagn

43v

Das volgen stuck haist die aussere nimm

Wenn er sich ver haut und du im nach reisest mit dem hau zu der / plos vert er denn pald auf mit dem schwert unnd kunpt dir undn / an dein schwert so pleib starck darauf helt er den mit dem schwert / dein schwert fast ubersich so spring mit dem linckn vues hinder / seinen rechtn unnd schlag im mit der Zwer oder sunst zu dem / kopf seiner rechten seitenn unnd arbeit pald widerumb zu seiner / linckn seitn mit dem doplyrn oder sunst mit andern stuckn dar / nach als du empfindest ob er weich oderr hert am schwert ist

44r

44v

Ein gut Nachreisen am Schwert / aus untherhauen

Wenn du gegn im vichst aus unnderhauenn oder aus den streichn / Oder ligst gegenn im in derr hut die do heist Alber, Velt er dir den / mit dem schwert auf das deine ee wenn du domit aufkunpst so / pleyb also mit dem schwert undenn an dem seinen unnd heb uber= / sich, Wint er dir den am schwert denn ort ein zum gesicht oder / der prust so las in vom schwert nicht ab unnd volg im daran / nach unnd arbeit im mit dem ort zur nechstn plos, Oder schlecht / er vom schwert umb so volg oder reiss im mit dem ort aber noch / als vor Merck du solt aus allen hauen unnd huttn / im Nachreysen als bald du erkenst wenn er sich vor dir ver= / haut oder emplost mit dem schwert, oder wart das du dich / mit dem Nachreisen selber nit emplost noch verhaust unnd / das merck zu peiden seytn

45r

pusta

45v

Hie merck die lere von dem Fülen und / von dem wort das da heist Inndes

Text

Das fülen lere Inndes das wort schneidet sere

Wenn du mit dem zufechten zu im kumpst unnd einer dem anndern / an das schwert bindet so soltu in dem als die schwert zu samen / glitzn zu hant fule ob er weich oder hert angepundn hat und / als pald du das empfunden hast so gedenck andas wort inndes / das ist das du inn dem selbign empfinden solst behendiglich arbeitn / am schwert so ist er geschlagn ee wen er sein gwar wirt

Merck

Das das fulenn unnd das wort inndes ein dynck ist unnd eins an

46r

das ander nicht gesein mag unnd das vernim also wen du im an / sein schwert bindest So nimstu zu hannt mit dem wort indes fuln / Ob er am schwert waich oder hert ist Unnd wenn du hast gefult / so mustu aber inndes arbaitenn nach der waich unnd nach der / hert am schwert Also sein sie paide nicht denn ein dinck unnd das / wort indes das ist zuvoraus in allen stuckn Unnd das vernim / also Inndes duplirt Inndes mutirt Inndes wechselt durch, Inndes / lauft durch Inndes nempt den schnit Indes ringet Inndes nimpt / das schwert Inndes thuet was dein hertz begert, Inndes das ist ein / scharpffes wort do mit alle meister des schwerts verschnittn werdn / die das wort nicht wissenn noch vernemenn Das ist der schlussll / der kunst

Text aber vom Nachreisen

Nachreisen zwifach trifft man den altn / schnit mit mach

46v

Glosa

Das ist das du die nachreisen solt treibn zu paidenn seittn unnd des / schnitz darinnenn nicht vergessenn Das vernim also wann er sich / vor dir verhaut es sey von der rechtn oder vonn der linckn seitn / so hau im hinlich nach zu der plos vert er denn auf unnd bindt dir / unden an das schwert, so merck als pald ein schwert an das ander / glitzt So schneid im indes nach dem hals oder val im mit der lan= / genn schneid auf sein arm und schneid vast

47r

47v

Text von den uberlauffen

Wer unden rempt uberlauf den der wirt beschempt / wen es glitzt oben so sterck das ger ich loben / dein arbeit mach oder hert druck zwifache

Das ist wenn du mit dem zufechten zu im kumpst haut er dir denn / unndenn zu den undern plossen das versetz im nicht sunder hau / im oben starck ein zu dem kopf oder haut er dir zu mit unnderhauen / so merck ee wenn er mit dem underhau auf kumpt so scheus im / den ort obenn lanck ein zum gesicht oder der prust unnd setz im obn / an so mag er dich unnden nicht erlangn Wenn alle obern an= / setzn prechn unnd ledign die unndern Vert er den auf unnd pindt

48r

dir unnden ann dein schwert, so pleib mit der langn schneid starck auf / dem schwert unnd arbeit behenntlich zur negstn plos Oder las in / arbeitn unnd kun du indes so triffestu in

Text man die stich und haw absetz= / en soll

Lerre absetzen hau stich kunstlich letzn wer / auf dich sticht dein ort trifft und seinen / pricht von paiden seitn triff allemol will / du schreiden

Glosa

Merck die absetzen treib also wenn du mit dem zufechtn zu im kumpst

48v

stelt er sich dann gegn dir als er dich woll stechn so setz denn linckn / fues vor unnd stee gegenn im in der hut des Pflugs vonn deiner / rechtenn seytn unnd gib dich plos mit der lincken seytn sticht er / dich denn zu der selbigen plos, so wind mit dem schwert auff dein / lincke seitenn gegen seinem stich die kurtz schneid an sein schwert / unnd setz damit ab Unnd schreit domit zu mit dem rechtenn fus / und stich im Inndes zu dem gesicht oder zu der prust

49r

pusta

49v

Ein aders stuck

Wenn du steest von deiner rechten seiten in dem pflug Haut er dir / denn ein zur linckn seiten oben zu dem kopf So war auf mit dem / schwert unnd wind damit auf dein lincke seitn gegn seinem hau / das ghultz vur dem haupt,Und schreit domit zu mit dem rechten / fues,Unnd stich im zu dem gesicht oder der prust die stuck treib / aus dem pflug zu peiden seyten

50r

50v

Text wie man durch wechseln sol

Durchwechsel lere von paiden seiten stich / mit sere wer auf dich pindet durchwech= / sel in schir vindet

Der durchwechsell ist vil unnd manigerley die soltu treibn gegn den / vechtern die do gernn versetzn unnd die do hauen zum schwert / unnd nicht zu den plossenn des leibs die soltu gar wol lernen / treiben mit fursichtigkeit das man dir icht ansetz oder ein kum / die weil du durch wechselst

Die durchwechsel treib also

51r

Wenn du mit dem zufechtenn zu im kumpsst so hau im oben / starck ein haut er denn wider gegn dir zu dem schwert unnd / nicht zum leib so las denn ort mit dem hau unden durchsinckn / schwert wichsenn ee wen er dir an das schwert bindet und stich / im zur ander seytn zur prust, wirt er denn des stichs gwar / unnd vert mit dem schwert dem stich pald nach mit vorsatzung / so wechsel aber durch unnd das thue alweg wen er dir mit / versetzen nach dem schwert vert

51v

pusta

52r

Ein anders

Wenn du mit dem zufechtn zu im kumpst so setz deinn lincknn / vues vor unnd halt im den langn ort gegen dem gesicht haut / er dir denn von obn nider oder von unden auf zum schwert / und wil dir das wegk schlahn oder starck daran pinden so / las den ort unnder sich sinckn und stich im zur andern seitn / das treib gegen allen hauen domit man dir zum schwert haut

Merck eben

Du solt durch wechseln das man dir die weil icht ansetz, die weil / du durchwechselst und das vernim also wenn er dir versetzt und / lest denn ort neben dir beseit ausgeen so wechsel hinlich durch und / stich im zur andern seitten oder pleibt er dir mit dem ort vorm ge= / sicht oder sunst gegenn anndern plossen so wechsel nicht durch / beleib am schwert und arbeit domit zur nechstn plos so mag er / dir nicht noch gereysen noch ansetzn

52v

Text vom Zuckn am schwert

Trit nahent in punden das zuckn gibt gut / funde zuck trift er zuck mer arbeit erfinde / das thuet im we zuck alln treffn den mei= / stern wiltu sie effen

Das Zuckn gehort zutreibn gegenn denn meistern die do starck an / das schwert pindenn unnd am pandt des schwerts beleibn stilsten / und wartn ob man sich von in ab wolt hauen oder vom schwert / abzyhn das sie denn mochten nachgereisen zu der plos wiltu die / selbigenn meister effen oder theuschn, so treib die zuckn gegenn im / also hau im von der rechten seitn obn starck ein zu zu dem kopf vert / er den mit dem schwert starck fur mit dem hau unnd wil vor= / setzn oder haut dir zu dem schwert so zuck dein schwert andich ee / wenn er dir anbindt und stich im zur andern seitn und das thu / gegn allen treffen und anpindn des schwerts

53r

Hie merck ein ander zuckn

Wenn er dir an dein schwert gepundn hat steet er den gegn dir am / pant unnd wart ob du dich wollest wom schwert abzihn So / thue alls wollest zucken unnd pleib am schwert und zuck dein / schwert pis zu halber klingen an dich unnd stich im am schwert / pald wider ein zum gesicht oder der prust triffestu in denn nit recht / mit dem stich so arbeit mit dem doplirn oder sunst mit andern / stuckn was dir das pest ist

Text von den durchlauffen und rin / gen am schwert

Durchlauf las hangn mit dem knof greif wil= / tu rangn wer gegn dir sterck durchlauf / domit merck

53v

Die durchlaufen unnd ringn seind zweyerley im schwert wenn die durch= / lauffen das seind die leibt ringn So send den darnach die arm ringn / Und die gehorent zu treibn gegen den vechtern die do gern einlauffend

Die durchlauffen die treib des erstn / also

Merck wann er dir einlauft unnd vert hoch auf mit denn armen / Unnd wil dich obnn mit sterck uberdringn so var auch auf mit den / armenn unnd halt dein schwert mit der linckn hant bey dem / knopf uber deinem haupt unnd las die klingen uber deinenn / ruck hinden nider hangen unnd lauf mit dem haupt durch / die arm gegn seiner rechten seitn unnd spring mit dem rechtn / fues hinder seinen rechten unnd mit dem sprung so var im mit / dem rechtenn rechtenn arm gegenn seiner lincken seitn vorn / wol umb den leip unnd vas in also auf dein rechte huf und / wirf in fur dich hindenn auf sein kopf

54r

54v

Aber ein leip ringen

Wenn er dir einlauft mit aufgerachten armen unnd du im widr / so lauff im durch mit dem haupt zu seiner rechtenn seiten Unnd / las dein schwert hinden uber den ruck hangenn als vor geschribn / steet unnd schreit mit dem rechtenn fues vorn fur sein rechten und / var im mit dem rechtenn arm unnder seinenn rechtenn arm / durch hindn umb den leip unnd vas in auf dein rechte huft und / wirff in hinder dich, die zwey ringn treib zu paydn seytnn

55r

Aber ein leib Ringen

Wenn er dir einlauft zu deiner rechtenn unnd ist hoch mit denn / armenn unnd du auch so halt dein schwert in der rechtenn hant / mit dem knopf gegenn perg unnd stos mit dem gehultz sein arm / unnd sein schwert vonn dir unnd spring mit dem deimckn vues / vorn fur sein peide fues unnd var im mit dem linckn arm wol / hindn umb denn leip unnd pas in auf dein lincke hufft und / wirf in fur dich

55v

Aber ein leib ringen

enn er dir einlauft unnd ist hoch mit denn armenn Unnd du im / auch so halt dein schwert in der rechtenn hant unnd stos im / sein arm do mit vonn dir unnd spring mit dem lincken vues / hinder seinen rechtenn unnd var im mit dem linckenn arm / unden durch fur seiner prust in sein lincke seytn unnd vas in / auf dein lincke huf unnd wirf in hinderdich die zwey ringn / treib auch zu peidn seitn

56r

Merck

Das die zwenn undenn schnit gehorent zu treiben gegenn den fech / ternn die do gerenn einlauffenn mit aus gerachtenn armenn die / treib also wenn er dir an dein schwert bindt unnd vert hoch auf / mit denn armen unnd lauft dir ein zu deiner linckn seytn so ver / went dein schwer das dein daum unthn kun unnd val im mit der / langenn schneid under dem knopf in sein arm unnd druck mit / dem schnit ubersich Lauft er dir ein mit ausgerechtenn armen / zu deiner rechtenn seytn so verwenndt dein schwert das dein dau / menn unnthenn kun und val im mit der kurtzen schneid under / seinenn knopf inn die arm unnd druck mit dem schnit ubersich / das seind die vier schnit

56v

pusta

57r

Text von der verwandlung der schnid

Dein schnidt wende zu flechn druck die hende

Glosa

Das ist wie du aus denn Unndern zweien schniten solt treiben die / zwenn obern das vernim also wenn er dir einlauft zu deiner linckn / seitn mit auf gerechtenn armen so verwent dein schwert unnd val / im mit der langn schneid unnder seinen knopf in die arm unnd / druck vast uber sich unnd schreit domit auf sein rechte seiten und / wind den knopf unnden durch unnd kum mit dem schwert nicht / vonn seinen armen Unnd wenndt das schwert aus dem unndern / schnit in denn obernn mit der langn schneid uber sein arm

57v

pusta

58r

pusta

58v

pusta? [możliwe, że nie zeskanowana]

59r

Text von denn zweien underhengn

way hengen werdn aus aus einer hant von der er= / den in allem gefert haw stich legr weich oder / hert

Glosa

ie zwei hengn vonn der erden das ist der pflug zu peidenn seytn und / wenn du daraus vechtenn wilt oder vichtest so soltu darinn auch / habenn das fuln in hauenn unnd inn stichn unnd in allen an / pindn des schwerts ob er darinn waich oder hert ist auch soltu / daraus treibn vier winden unnd aus einem yden windenn be / sunder ein hau ein schnit ein stich unnd sunst alle gefert treybn / als aus denn zweien obern hengn

59v

pusta

60r

Text vom Sprechfenster

prechfenster mache streylich besich sein sache / Schlach in das er schnabe wer sich fur dir zeuch= / et abe ich sag dir fur war sich schutzet kein man / one var haustu vornomen zu schlag mag er klein / kumen

u hast vor gehort wie du dich vor dem man mit dem schwert solt / schickn in die vier huttn daraus du vechtenn solt so soltu auch / nu wyssenn das sprechfennster ist auch ein hut darin du wol / sicher steenn magst unnd die hut das ist der lang ort der ist die / edelst unnd pest wer am schwert wer do recht daraus vechtn kan

60v

der zwingt domit denn man das er sich an seinenn danck schlahn / mus lassenn unnd mag vor dem ort weder zu schlegn noch zu stich= / enn kumen

Wie du dich in das Sprechfenster schickn / solt

enn du mit dem zufechtenn zu im geest mit welichm hau du den / ann in kumpst es sey unnder oder ein oberhau so las in denn ort / mit dem hau alweg lang einschissenn zu dem gesicht oder der prust / domit zwingstu in das er versetzenn mues oder an das schwert / pindenn unnd wenn er also angepundenn hat so pleib im starck / mit der langenn schneid auf dem schwert freylich unnd besich sein / sach was er furpas gegenn dir fechtenn will zeucht er sich zuruck / ab vom schwert So volg im nach mit dem or zur plos Oder schlecht / er vom schwert umb dir zur anndernn seytn so pint seinem hau / nach im starck obenn ein zu dem kopf oder will er sich vom schwert

61r

nicht abzihenn nach umb schlahenn so arbeit mit dem doplirn oder / sunst mit anndernn stuckn darnach als du empfindest schwech und / sterckh im schwert

Das ist ein ander Stant

Unnd heist auch das sprechfenster Merck wenn du mit dem zufech= / tenn schir zu im komenn pist so setz denn linckenn vues vor und / halt im denn ort lanck aus denn armenn gegenn dem gesicht oder / der prust ee wenn du im ann das schwert pindest unnd stee frey / lich was er gegenn dir vechtenn will haut er dir denn obenn / lannck ein zu dem kopf so var auf unnd wind mit dem schwert / gegenn seinem hau in denn Ochsen Unnd stich im zum gesicht / oder haut er dir zum schwert unnd nicht zum leib so wechsell / durch unnd stich im zu der andernn seitenn Lauft er ein und ist / hoch mit denn armenn so treib denn unndern schnit oder lauf / ym durch mit ringen Ist er nider mit den armen so wart der / armringn also magstu alle stuck aus dem langen ort treibn

61v

Text von außrichtung der vir hen= / gen und der acht windn in dem schwert da / von die zedl helt

er wol furet und recht pricht, und endlich gar / bericht, und prich besunder, iglichs in drey wun= / der, wer recht wol hengt, und winden domit pringt, / und winden acht, mit rechtn wegn betracht, und / zu ir eine, der winden selb drit ich meine, so sein / ir zwentig und vir zel sie eintzig, von peidn / seitn, acht windn lere mit schreitn, und pruf / die gefert, nicht mer nur waich oder hert:

62r

as ist ein lere und ermanung der hengn unnd der windn im schwert / darinn soltu gar wol geubt unnd bericht sein das du behendlich kundest / furenn unnd die pruch gegen eines andern Vechtern stuckenn recht daraus / gegenn im kundest treibn Wenn der hengen sein vier der Ochs obn / von beiden seitn das sein die obernn zwei hengen unnd der pflug / unnden vonn peidn seitn das sein die undern zwei hengn aus den / vir hengenn soltu pringn acht windn aus dem ochsenn vir und / aus dem pflug vier unnd die selbigenn acht windn soltu furpas / also betrachtenn und recht wegenn das du aus yden winden besun= / der solt treibn die drei wunder das ist ein hau ein stich ein schnit

ie du aus den obern zweien hengn das ist der ochs / von peiden seiten solt treiben vier windenn

ie erstnn zwei windenn aus dem Ochsen allein von der rechtenn sei= / tenn die treyb also Wenn du mit dem zu fechtn zu im kumpst so stee / mit dem linckn vues vor unnd halt dein schwert zu deiner rechtenn / seytn fur dem haupt in dem Ochsenn Haut er dir denn obenn ein / vonn seiner rechtenn seytn so wind auf dein linck seitn gegenn seim / hau die kurtz schneid an sein schwert aber in den ochsenn unnd stich

62v

im obenn ein zum gesicht das ist ein windenn Versetzt er denn / stich mit sterck unnd dringt dir das schwert auf die seitnn so pleib / am schwert unnd wind wider auf dein rechte seyten aber in den / ochsen Unnd stich im obenn ein zum gesicht das sein die zwey windn / am schwert aus dem einen obern hengenn von der rechtn seitn

63r

Volgen die andern zwey winden aus dem ochsn / von der lincken seiten die treib also

enn du mit dem zufechtenn zu im kumpst so stee von deiner linckn / seitenn in dem Ochsenn haut er dir denn obenn ein vonn seiner / linckhn seitnn so wind gegenn seinem hau auf dein rechte / seitn die lanng schneid an das schwert Unnd stich im obenn / ein zum gesicht das ist ein windenn, Versetzt er denn stich / unnd druckt dein schwert auf die seitn so pleib am schwert und / wind auf dein lincke seitn aber in den ochsenn die lang schneid / an sein schwert unnd stich im obenn ein zum gesicht das seind / die vir winden aus den obern zweien hengen Von der linckhen / und rechten seytn

63v

pusta

64r

Volgen die armringenn im schwert

Merck wenn er dir einlauft im schwert unnd helt sein hend nider / so verkerr dein lincke hant unnd begreif domit sein rechte inwen= / dig zwischn seinen paidenn hendn unnd druck in domit auf dein / lincke seytenn unnd mit der rechtn schlag in mit dem schwert / uber den kopf

64v

Ein anders

iltu in nicht schlahn so spring mit deinem rechtn vus hinder seinen / lenckn unnd var im mit dem rechten arm vornn odr hindn umb / denn hals unnd wirf in also uber dein rechts knie

65r

Aber ein arm ringn

enn er dir einnlauft im schwert und ist nider mit den hendn So / las dein linck hant varnn vom schwert unnd mit der rechtn var / im mit dem knopf aussenn yber sein rechte hant unnd druck do= / mit nidr unnd begreif im mit der linckn hant bey seinem rechtn / elnbogn und spring mit dem dencken fues fur sein rechtn und stos / in also daruber

65v

Aber ein arm Ringen

enn er dir einlauft im schwert so las dein schwert vallenn unnd / verkerz deine rechte hant unnd begreif domit seine rechte außwen= / dig unnd mit der linckhen vas in pey dem rechten elenbogn und / spring mit dem linckhen fues fur sein rechtenn unnd stos mit der / rechtenn hant seinen rechten arm uber deinen linckn unnd heb in / domit uber sich also magstu denn arm prechn oder furdich uber / das linck pein werffn ob du wild

66r

Hie merck ein schwert nemen

Merck wann man dir einlauft im schwert So verker dein linck / hannt unnd var domit uber sein rechten arm unnd begreif do= / mit sein schwert mit peiden hendn bey der hanthab unnd druck / domit auf dein linck seitenn so nimpstu im sein schwert

66v

Aber ein schwert nemen

enn er dir versetzt oder sunst an dein schwert bindt so begreiff mit / der linckhn hant beyde schwert mitten in den klingn und halt / sie peyde vest zu samen unnd var mit der rechtn hant unndn / durch mit dem knopf vorn uber sein pede hent unnd ruck domit / ubersich auf dein rechte seitten, so bleibenn dir bede schwert,

67r

Vom Abschnneyden:

Schneid ab die hertn von unden in paiden / geferten

as ist was du treibn solt wann man dir starck oben auf dein / schwert bindet oder darauf velt unnd das vernim also wen / du zu vichtest aus denn underhauenn oder aus denn streichn / oder ligst gegenn im in der hut Alber velt er dir denn mit dem / schwert auf das dein ehe wenn du domit auf kumpst so pleib / unndenn ann dein schwert unnd heb mit der kurtzenn schneid / vast ubersich druckt er denn dein swert vast nider so streich / unnden mit deinem schwert ann seiner schwertz klingenn hin= / dersich ab von seinem schwert Unnd hau in zu der andern / seitenn ann seinem schwert pald wider obenn ein zu dem maul

67v

pusta

68r

Aber ein anders

enn du zu vichtest mit under hauen oder hast in der hut alber / velt er denn mit dem schwert auf das dein nahennt pei dem gehultz / ehe wenn du domit auf kumpst das sein ort zu deiner rechten / seitnn aus geet so var behendiglich auf mit dem knopf uber / sein schwert unnd schlag in mit der langn schneid zum kopf / oder pint er dir auf das schwert das sein ort zu deiner linckn / seitn aus geet so var mit dem knopf uber sein schwert und / schlag in mit der kurztn schneid zu dem haupt das heist das / schnappen

68v

pusta

69r

Text von den vier schniden

Vier seind der schnid zwen unden zwen oben mit

ie vir schnid wis des ersten die zwen obern die gehorent zu treybn / gegenn denn vechternn die aus der versatzung oder aus dem bant / des schwerts gernn umb schlahen mit der zwer oder sunst zu der / anndernn seitn das prich also wenn er dir ann dein schwert / pindett zu deiner linckn seitn Unnd schlecht domit pald widerumb / mit dem linckn vues auf sein rechte seitn So vall im mit der / langenn schneid obenn uber sein payde arm unnd druckh mit dem / schnit vonn dir das soltu treibn zu peidenn seyttenn alweg wen / er aus der versatzung umb schlecht oder haut vom schwert

69v

pusta

70r

Nu soltu wissen

Das der pflug vonn peidenn seytn das sein die unndernn zwei hengn / wenn du dich darein legst oder daraus vechtn wilt so soltu daraus / auch treibn von der lincken seitten unnd von der rechtenn Vier windn / mit allenn iren gefertenn als aus den obern hengen so werdenn der / windenn acht, Unnd merck als oft du windest so gedenck in einem / iglichenn windenn besunder an denn hau und an den stich unnd / an den schnit Also kumen aus den acht winden vir unnd zwentzig / stuck Unnd aus denn acht winden wie du die vir und zwantzig stuckh treibn / solt das findestu alles davorn in der glosa geschribn

70v

Hie merck gar eben

as du die acht winden nicht recht magst getreibenn es sey dan / mit schreittenn von peidenn seitn unnd das du vor gar ebn pru= / fest nicht mer denn die zwei gefert das seind die Wen er ann dein / schwert pindet ob er in seinem gefert waich oder hert ist Erst / wenn du das empfunden hast so wind unnd arbeit zu den vir / plossenn als vor geschribenn steet auch wisse das alle vechter / die do windenn am schwert Unnd kunnen sie nicht das fuln / am schwert die werdenn pey dem winden geschlagen Darumb / so fleis dich das du das fulenn Unnd das wort Inndes woll / merckest wenn aus denn zweien dingen geet alle kunst des fechtens

71r

pusta

71v

pusta

72r

pusta

72v

73r

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